LA DOCCIA, 1999. Öl auf Leinwand, 170 x 200 cm 
Ausstellungsort: Galerie Rössler München
Ausstellungsdauer: 4. November - 31. Dezember 1999

 

CÄSAR W. RADETZKY
Malerei und Zeichnungen

Cäsar W. Radetzky, 1939 in Nürnberg geboren, studierte in München, Florenz und Paris und war u.a. Schüler von Oskar Kokoschka in Salzburg. Stilistisch sind seine Werke eine Gratwanderung zwischen figurativem und abstraktem Expressionismus. Die Kunstkritik bescheinigt Radetzky ein heute nur noch selten ausgeprägtes Gespür für Farbgebung. Seit 1978 stellt der Münchener Kunstpreisträger erfolgreich in Italien, Deutschland und in der Schweiz aus. Vom Bayerischen Rundfunk liegt ein mehrfach ausgestrahltes Fernsehporträt aus den 80er Jahren -unter dem Postulat "Kunst kommt doch von Können" -vor. Das 1996 entstandene Werkverzeichnis (1960 bis 1995) präsentiert das bisher entstandene Oeuvre.

Movimenti
RADETZKYs jüngste Ausstellung trug den Titel "Movimenti" - was soviel bedeutet wie Bewegungen, Veränderungen - sowohl im Bereich der Physis wie auch der Psyche. Beeinflußt durch Reisen, u.a. nach Sizilien, New York und Südfrankreich, spiegeln sich in den neueren Arbeiten RADETZKYs die zahlreichen Eindrücke und unterschiedlichsten Erlebnisse wieder, welche auf diesen Reisen gesammelt wurden, eingefangen als Tagebuchskizzen, die die ganze Bandbreite der Emotionen und Veränderungen darstellen. RADETZKY sagt selbst: "Kunst oder wer Kunst macht, muß die Grenzen der Ästhetik überschreiten, die wir uns durch unsere Erziehung oder Ausbildung als Maßstab gesetzt haben. Ich halte mich nicht in den Grauzonen dünnflächige Erlebnisse auf, sondern reize sie aus bis zum Kulminationspunkt. Die hieraus entstehende Eruption der Gefühle ist der Augenblick, den ich zu meinen Bildern verfestige"

Hommage a Paolo Conte
Der Zyklus "Hommage a Paolo Conte", der Anfang der 90er Jahre entstand, ist ein spannender Beitrag zur Geschichte der wechselseitigen Beeinflussung von Musik und bildender Kunst. Stimuliert durch den expressiven Vortrag der herben, rauchigen Stimme des italienischen Sängers und Pianisten, setzte RADETZKY in seinen Gemälden und Zeichnungen das Gehörte malerisch um. Die Arbeiten, zumeist mit Verszeilen aus den Liedern Contes betitelt, zeigen RADETZKYs persönliche Assoziationen, die sich ihm mit der Person Contes und dessen Musik aufdrängten.