Spiegelungen, 1998. Öl, Wachs, Mischtechnik auf Leinwand, 124 x 90 cm
Ausstellungsort: Galerie Rössler München
Ausstellungsdauer: 6. - 30. April 2000
Eröffnung: 6. April 2000

 

M. J. HEMBERGER
Bilder und Objekte

 

In Stuttgart geboren. Ausbildung an der Höheren Fachschule für Grafik 1938-40. Studium an der Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart von 1940-44, Meisterklasse bei den Professoren Otto Spiegel, Anton Kolig und Fritz von Graevenitz. Seither freischaffende Künstlerin. 1951 und 1952 Auszeichnungen mit dem Württembergischen Jugend-Kunstpreis in Bildhauerei und Malerei. Vertreten in öffentlichen und privaten Sammlungen. 1998 Ehrung mit dem Verdienstorden des Landes B-Württemberg.

M. J. HEMBERGER stellt sich mit ihren Werken in das Spannungsfeld zwischen der technischen Bewältigung und dem unverfügbaren Geheimnis des Lebens. Formen und Farben sind Experimentierfelder, auf denen künstlerische Neugier eine Vielfalt von Möglichkeiten sichtbar macht.

Ständig auf der Suche nach angemessener Bildsprache entwickelt sie in konkreten Formen das Wesentliche hinter den Erscheinungsbildern. Die Künstlerin läßt sich bewußt auf Widerstände ein, indem Sie Ihre Techniken und Materialien vielfach variiert. Die Herausforderung liegt für sie sowohl in Farbe und Leinwand, Tusche und Zeichenstift als auch in Stein und Kupfer, sowie in der Verwendung von Edelmetallen.

"Das Widerstrebende der Materialien reizt mich, diese zu überlisten und die Gestalten, die ihnen verborgen innewohnen, zu entdecken und in Erscheinung zu bringen – die Transformation der Materie durch den Geist zu vollziehen ..."

Sich einem Stil zu verschreiben oder auf ein Material zu beharren wäre für sie – wie sie sagt – der künstlerische Tod. Dennoch wird man in Ihren Werken stets ihre Handschrift erkennen, die sich auch in den zahlreichen Arbeiten nach staatlichen bzw. kirchlichen Stellen und von Unternehmen abzeichnet.